19 | 11 | 2018

Kreuzweg

„Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben." Joh 19,37 

Ausgehend von Jerusalem, bildete sich im Mittelalter der Brauch, den Leidensweg Jesu nachzugehen.
Die Pilger, die nicht alle in das Heilige Land fahren konnten, wollten sich an das Leiden Christi erinnern.
Aus dieser Tradition entwickelte sich im 18. Jahrhundert die Andachtsform des Kreuzweges Jesu mit
14 Stationen seines Leidens und Sterbens. Der Inhalt ist durch die Evangelien verbürgt oder von ihnen abgeleitet. Nur die Begegnung mit Veronika ist legendär. 

In fast allen katholischen Kirchen der Welt findet sich in unterschiedlicher Gestaltung und künstlerischer Qualität ein solcher Kreuzweg, den viele Gläubige gerade in der österlichen Bußzeit gehen und betrachten,
um ihre Liebe zum leidenden Herrn auszudrücken oder bei ihm in ihrem eigenen Leid Trost zu finden.
  

Mit freundlicher Unterstützung (Textrechte) von:
Bonifatiuswerk der Deutschen Katholiken
Kamp 22
33098 Paderborn