10 | 12 | 2018

Krankensalbung

 

  • Das Sakrament der Krankensalbung
  • Die Feier der Krankensalbung und der Krankenkommunion
  • Krankenbesuch 



Das Sakrament der Krankensalbung

Das uns von Gott geschenkte Heil will den Menschen in jeder Lebenssituation erreichen, auch in Krankheit, Schwäche und Tod. Und so ist dieses Sakrament der (ernsthaft) Kranken und (durch das Alter) Gebrechlichen Ausdruck dafür, dass Gott seine Zusage "Ich bin bei euch" auch in Krankheit und Tod nicht zurücknimmt.

Dies wird sichtbar an Jesus Christus, der sich in besonderer Weise um Kranke gekümmert hat, auf sie zuging, sie heilte und ihre Sünden vergab. Zum Auftrag der Kirche, allen Menschen die frohe Botschaft zu verkünden, gehört deshalb auch die besondere Sorge für Arme und Kranke.

Jak. 5:14 Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich;
sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben.

Jak. 5:15 Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten;
wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.

Jak. 5:16 Darum bekennt einander eure Sünden, und betet füreinander, damit ihr
geheiligt werdet. Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten.


Die Krankensalbung zählt zu den sieben Sakramenten der katholischen Kirche und macht das Heilshandeln Gottes an den Menschen greifbar. Der Begriff "Letzte Ölung" ist deshalb ein missverständlicher Ausdruck für dieses Sakrament. Gott ist ein Freund des Lebens. Gott will Leben über alle Krankheit, alle Gebrechlichkeit und über den Tod hinaus.
Die Angehörigen sollten daher, sobald die Ernsthaftigkeit der Situation klar wird, mit den Kranken sprechen und ihnen raten, einen Priester zu rufen. Viele zögern damit, weil sie fürchten, den Kranken zu ängstigen.
Die Erfahrung lehrt aber, dass Kranke, die das Sakrament bewusst mitfeiern konnten, oft sehr erleichtert sind und Krankheit und möglicherweise Sterben bewusst aus Gottes Hand annehmen können. Wenn jemand länger krank ist, kann dieses Sakrament auch wiederholt gespendet werden, falls der Gesundheitszustand wieder kritisch wird.



Die Feier der Krankensalbung und der Krankenkommunion

Das II. Vatikanische Konzil hat unter Berufung auf Jak. 5,14-16 verdeutlicht, dass jeder, der eine schwere Erkrankung hat oder gebrechlich ist, das Sakrament der Krankensalbung empfangen kann. Die Feier der Krankensalbung kann zu Hause, im Krankenhaus, aber auch in der Eucharistiefeier gespendet werden. (Dieses Sakrament darf ein Diakon nicht spenden).

Beim Spenden der Krankensalbung legt der Priester dem Gläubigen die Hände auf und salbt ihm mit geweihtem Öl Stirn und Hände. Dabei spricht er:

"Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen und stehe dir bei mit der Kraft des heiligen Geistes. Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich; in seiner Gnade richte er dich auf."

Die Einbindung der Kranken in die Gemeinde findet auch in der Krankenkommunion am Sonntag einen sichtbaren Ausdruck. Denjenigen, die krank sind, wird die Kommunion von der Mahlgemeinschaft, die in der Kirche versammelt sind, gebracht. Zu diesem Dienst werden Kommunionhelfer/innen die Kommunion den Kranken bringen.

 

Krankenbesuch

Wünschen Sie sich:

  • bei einer Erkrankung den Besuch eines Seelsorgers, dann melden Sie sich
    bitte im Pfarrbüro St. Pankratius.
  • bei einer Erkrankung die Krankenkommunion zu empfangen, dann wenden
    Sie sich bitte zur Terminabsprache bzw. Anmeldung des Besuchs an das
    Pfarrbüro St. Pankratius.
  • an Sonntagen und Hochfesten die Kommunion von unseren
    Kommuionhelfern/innen nach Hause gebracht bekommen.
    Bitte melden Sie sich im Pfarrbüro St. Pankratius.