18 | 07 | 2018

3. Pastoralkonzept - Analyse

Pastoralkonzept für den Pastoralverbund Avenwedde-Friedrichsdorf

Teil 3: Analyse

 

Zu Beginn der Konzeptentwicklung wurde eine ausführliche Analyse durchgeführt, die in kompletter Fassung vorliegt. Hier werden nur die wichtigsten, handlungsleitenden Aspekte in Kurzfassung dargestellt.

Bei der Bevölkerungsentwicklung wird ein geringer Zuwachs erwartet bei gleichzeitig deutlicher Veränderung der Altersstruktur.

Die Zahl der Katholiken nimmt dennoch ab (in den letzten 10 Jahren ca. 9%).

Die Anzahl der Taufen ist von 1999 bis 2009 um über 30% Prozent gesunken, der Anteil der Erstkommunionkinder reduzierte sich im Pastoralverbund im gleichen Zeitraum bei einigen Schwankungen um ca. 9%.

Der Katholikenanteil beträgt im Pastoralverbund Avenwedde-Friedrichsdorf ca. 34%.

In der Stadt Gütersloh leben 8,3 % Ausländer, der Anteil in unseren Ortsteilen ist deutlich geringer.

In Avenwedde und Friedrichsdorf liegt das Pro-Kopf-Einkommen leicht über dem Durchschnitt der Stadt Gütersloh.

Besonders Friedrichsdorf ist überwiegend Schlafstätte (wenig Arbeitsplätze).

Es gibt wenige Ausbildungsplätze für Jugendliche.

Die Arbeitslosigkeit liegt im Durchschnitt der Stadt Gütersloh bei 5,5% (Juli 2010). Der Anteil der Sozialhilfeempfänger an der im Sozialraum lebenden Bevölkerung liegt unter dem städtischen Durchschnitt von 3,6 % (Avenwedde-Bahnhof 3%, Avenwedde –Mitte 1,1%, Friedrichsdorf 0,9%, Daten von 2003).

Der Anteil der Sozialhilfeempfänger unter 21 Jahren liegt leicht über dem Durchschnitt.

Alle Ortsteile sind sehr vereinsgeprägt.

Es gibt eine hohe Identifikation mit dem Ortsteil.

Durch Neubaugebiete gibt es viele junge Familien.

Der Anteil der 0-6-jährigen liegt in den Ortsteilen Avenwedde und Friedrichsdorf mit 6,3% etwas über dem städt. Durchschnitt in dieser Altersgruppe, der bei 6% liegt (Stand: 2010).

Der Bevölkerungszuwachs für die Jahre 2003 bis 2020 soll nach Vorausberechnung ca. 0,2% betragen. Bedeutender hingegen sind in diesem Zeitraum die Änderungen in der Altersstruktur. Es werden zukünftig mehr ältere Menschen leben, die versorgt werden müssen, gleichzeitig aber weniger junge Menschen. Die Zahl der Hochbetagten wird um die Hälfte zunehmen, die Kinderzahl bis zur Primarstufe (bis 10 Jahre) aber um durchschnittlich 14% abnehmen.

 

Milieuverteilung:

Im Rahmen der Analyse haben wir uns mit der Sinus-Milieustudie auseinandergesetzt. Diese soziologische Studie teilt die Bevölkerung Deutschlands in 10 Gruppen (Milieus) mit jeweils ähnlichen Wertevorstellungen ein. Die Katholische Kirche erreicht schwerpunktmäßig 3-4 dieser Milieus. Um alle Menschen zu verstehen und ihnen in ihren Bedürfnissen, Anliegen und Stärken gerecht zu werden, ist die Auseinandersetzung mit dieser Studie sinnvoll. Die Ergebnisse liegen komplett vor und können Interessierten gerne vorgestellt werden.

... hier ein kurzer Auszug:

Herz Jesu: Etablierte, Bürgerliche Mitte, Postmaterielle und Traditionsverwurzelte stellen die größten Milieus dar, mit einem ähnlichen prozentualen Anteil.

St. Friedrich: Das mit Abstand größte Milieu ist die Bürgerliche Mitte. Dann folgen Traditionsverwurzelte, Konsummaterialisten und Etablierte.

St. Marien: Im Pfarrbezirk St. Marien ist nach den Straßenkarten der Anteil der Bürgerlichen Mitte besonders hoch, in St. Friedrich der der Traditionsverwurzelten, der Bürgerlichen Mitte und der Etablierten.