13. Pastoralkonzept - Erkenntnisse und Fragen

Pastoralkonzept für den Pastoralverbund Avenwedde-Friedrichsdorf

Teil 13: Erkenntnisse und Fragen

 

Die Konzeptentwicklung kann nicht abgeschlossen werden und muss kontinuierlich fortgeschrieben werden.

Wir wissen, dass wichtige Bereiche, wie z.B. das Engagement für die eine Welt und ökologischen Handeln in unseren Gemeinden oder eine Stellungnahme zur Kooperation mit Schule fehlen.

Die Beschreibung des Ist-Zustandes ist leicht, die Beurteilung wertschätzt aber eher den Ist-Zustand. Auch der Status quo unseres Handelns ist begründet und meist nicht intuitiv entwickelt worden.

Wir merken, dass es an vielen Stellen nicht so weitergeht wie bisher.

Wo lohnt es sich in den Status quo zu investieren, wo muss etwas zu Ende gehen?

Dort, wo ein Rückgang (der Mitglieder, der Mitarbeiter, der Gottesdienstbesucher, von Teilnehmern, des Glaubens) wahrgenommen wird, kommt es manchmal zu Schuldzuweisungen an das Erzbistum, das Dekanat, die Hauptamtlichen, die Verantwortlichen in den Gemeinden (ihr müsstet, hättet ihr doch früher, wenn nicht ihr…).
Wenn dieser Rückgang stärker als demographisch und gesellschaftlich bedingt wahrgenommen wird, folgt mitunter eine Ratlosigkeit und Hilflosigkeit (was können wir da schon tun?).

Ein weites Umdenken ist nötig, aber für alle Beteiligten unendlich schwer und schmerzvoll, da es teils unbeabsichtigt, teils beabsichtigt das eigene Handeln der Vergangenheit und der Gegenwart in Frage stellt.

Die nur sporadisch gelungene Beteiligung der Menschen im Pastoralverbund zeigt, dass die Fragestellungen für viele Menschen nicht relevant ist und dass es deshalb ein langer Weg werden wird, Veränderungen anzustoßen.

Die Erkenntnis, dass Umdenken notwendig ist, schafft noch keine kreativen und innovativen Ideen für einen Neuanfang.

Von den Menschen her zu denken ist uns am ehesten im caritativen Bereich vertraut, für andere Arbeitsfelder ist es eher ungewohnt und bedarf der Übung.

Wir werden nicht alle in diesem Konzept formulierte Ziele gleichzeitig verwirklichen können.

In unseren Gemeinden, die stark von selbstständigen Gruppen und Verbänden geprägt sind, haben wir nur begrenzten Einfluss.
Wir müssen und können als Gesamtpfarrgemeinderat nur bei uns selber anfangen und in der Folge die Dinge in unserem Einflussbereich moderat und sensibel umgestalten. Immer in der Hoffnung, dass dieses Vorgehen ausstrahlt.

Dieses Konzept steht ganz am Anfang einer neuen Arbeitsform für den Gesamtpfarrgemeinderat. Und am Anfang eines neuen Weges für die beiden Gemeinden Herz Jesu und St. Friedrich mit St. Marien.